Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Plasmabeschichtete Überhitzerrohre: Deutliche Standzeitverlängerung in einer Müllverbrennung

In einer Müllverbrennung (40 bar, 400°C) hatten die Überhitzerrohre nach der Umlenkung zum 3. Zug bei Rauchgastemperaturen von 560–650°C eine Standzeit von etwa 18 Monaten. Ein Rußbläser verstärkte die Abzehrung an den ersten Rohrreihen zusätzlich. Schutzschalen zeigten keine Verbesserung, weshalb 2005 plasmabeschichtete Versuchsrohre (HS 52, 0,8 mm Schichtstärke) eingebaut wurden.
Die positiven Ergebnisse führten ab 2008 zum Austausch der Endüberhitzer in allen 4 Kesseln, wodurch die Standzeit auf mindestens 6 Jahre erhöht wurde.

Innovative Laserbeschichtung im MHKW: Effizienter Schutz für Kesselanlagen bei Leistungssteigerung

Ein MHKW mit 975.000 Tonnen Müll- und Klärschlammverwertung. Zur möglichen Leistungssteigerung der Altkesselanlagen wird geprüft, Heizflächen durch Verkleinerung des Feuerfestsystems zu vergrößern. Dadurch freiliegende Membranwände
müssen gegen Korrosion und Verschleiß geschützt werden.

2020 wurde eine lasergecladdete Testfläche in einem der Kessel (40 bar, 400°C) eingebaut. Das 1mm-LaserCladding liegt unterhalb einer 2 mm Auftragschweißung in einem Bereich mit Rauchgastemperaturen von 850–900°C. Begutachtungen nach 8.000, 20.000 und 32.000 Betriebsstunden zeigten keine Schäden oder Abzehrungen. Der laufende Praxistest bestätigt, dass die 1 mm-InconelTM-Beschichtung Verdampferheizflächen effektiv schützt.

Effizienter Schutz und optimierte Standzeiten

In einer Müllverbrennungsanlage mit sechs Linien und einer Gesamtkapazität von 450.000 Tonnen Müll pro Jahr, waren die Überhitzerrohre im Übergang von der Brennkammer zum zweiten Zug besonders beansprucht, wo Temperaturen von bis zu 1.000°C sowie Korrosion und Abrasion auftreten. Um die Lebensdauer der Rohre aus 13CrMo4-5 zu erhöhen, wurden 2011 erstmals plasmabeschichtete Proberohre mit einer Nickel-Basis-Legierung HS 52/HS 4 eingesetzt. Diese Beschichtung bietet hervorragenden Korrosions- und Verschleißschutz bei einer Härte von 560-640 HV. Nach fünf Jahren Testphase, in der die Standzeit der Rohre verdoppelt wurde, wurden ab 2016 plasmabeschichtete Rohre als Standard eingeführt, was Rohrwechsel und Stillstandzeiten deutlich reduzierte.

2014 wurde erstmals eine laserbeschichtete Membranwand in die Vorderwand der Brennkammer einer deutschen Müllverbrennungsanlage eingebaut. Der immer noch laufende Langzeittest mit über 75.000 Betriebsstunden bestätigt die Effektivität des LaserCladding-Verfahrens, das mit nur 1 mm Schichtdicke eine hohe Praxistauglichkeit zeigt.

TVV-Schwimmen nun in Hünxe

10. Oktober 2018 – Nachdem feststand, dass das Voerder Hallenbad für längere Zeit geschlossen sein wird, hatte der Vorstand des TV Voerde Verhandlungen mit dem Schwimmfreunde Hünxe e.V. aufgenommen, um

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